Unsere Weine entstehen aus einem lebendigen Zusammenspiel von Rebe, Boden, Klima und Mensch.
Vielfalt ist dabei kein Schlagwort, sondern die Grundlage unseres Arbeitens – im Rebberg, in der Sortenwahl und im Keller.
Unsere Weine entstehen aus einem lebendigen Zusammenspiel von Rebe, Boden, Klima und Mensch.
Vielfalt ist dabei kein Schlagwort, sondern die Grundlage unseres Arbeitens – im Rebberg, in der Sortenwahl und im Keller.
Hier steckt Biodiversität drin
Der beste Wein entsteht im Einklang mit der Natur.
Unsere Reben sollen Lebensraum sein – für Schmetterlinge, Insekten, Vögel und Mäusewiesel. Deshalb haben wir 16 % unserer Weingärten als vernetzte Biodiversitätsflächen der Natur zurückgegeben. Stein- und Asthaufen, einheimische Gehölze, Wild- und Blühflächen; Diese Strukturen schaffen Nischen und Lebensräume für die heimische Flora und Fauna. Sie fördern ein stabiles Gleichgewicht im Weinberg – und damit gesunde Reben und charaktervolle Weine.
Permakultur & Agroforst
Zwischen unseren Reben wächst weit mehr als Wein.
Haselnuss, Granatapfel, Kaki, Maulbeerbäume, Dinkel, Hafer oder Buchweizen bilden zusammen mit Wildkräutern wie Brennnessel, Ringelblume, Schachtelhalm oder Beinwell ein lebendiges Netzwerk aus Reben, Bäumen und Ackerpflanzen. Permakultur bedeutet für uns: nicht nur anbauen, sondern zusammenwachsen lassen. So entstehen Weingärten als kleine, stabile Ökosysteme.
Der Schlüssel zur Nachhaltigkeit
Wir wollen die Natürlichkeit und Vielfalt unserer Weingärten erhalten und fördern. Deshalb setzen wir bewusst auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI). Diese Sorten verfügen über natürliche Abwehrkräfte gegen Pilzkrankheiten und müssen minimal bis gar nicht behandelt werden.
Aus aktuell rund 30 PIWI-Traubensorten entsteht eine aussergewöhnliche aromatische Vielfalt an abwechslungsreichen, geschmacksintensiven und oft unbekannten Weiss- und Rotweinen. PIWIs stehen für Zukunft, Innovation und Genuss – ohne Verzicht auf Qualität oder Ausdruck.
Gleichzeitig tüfteln wir an eigenen Neuzüchtungen:
In verschiedenen Muttergärten testen wir rund 600 mehrfach resistente Rebsorten, um die Geschmacksvielfalt und Anpassungsfähigkeit unseres Weinguts kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Alles beginnt im Boden. Er ist das Fundament unserer Weine und der Schlüssel zu gesunden Reben, lebendigen Weinbergen und authentischem Geschmack. Unser Ziel ist es, den Boden nicht nur zu nutzen, sondern zu schützen, aufzubauen und lebendig zu halten.
Wir fördern aktiv Humusaufbau und Bodenleben – denn nur ein lebendiger Boden kann Nährstoffe speichern, Wasser regulieren und den Reben Widerstandskraft verleihen. Regenwürmer, Mikroorganismen, Pilze und Bakterien sind für uns ebenso wichtige Mitarbeitende wie die Menschen im Rebberg.
Um diese sensiblen Systeme zu erhalten, arbeiten wir bewusst:
mit möglichst wenig schweren Maschinen
mit viel Handarbeit
mit schonender Bodenbearbeitung
So vermeiden wir Verdichtung, schützen die Bodenstruktur und erhalten die natürliche Durchlüftung der Böden.
Terroir – Iselisberg & Unteres Thurtal
Eine der prägendsten Weinbaulagen des Kantons Thurgau ist der Iselisberg im Unteren Thurtal. Die südlich bis südwestlich ausgerichteten Hanglagen profitieren von einer optimalen Sonneneinstrahlung und guter Durchlüftung – ideale Voraussetzungen für eine gleichmässige Reife der Trauben.
Das Klima im Unteren Thurtal ist vergleichsweise mild und ausgeglichen. Warme Tage während der Vegetationsperiode fördern die Reife, während kühlere Nächte die Frische und aromatische Präzision bewahren. Diese Kombination sorgt für Struktur, Spannung und Eleganz in den Weinen.
Die Böden am Iselisberg sind geprägt von glazialen Moränen, sandig-lehmigen Strukturen sowie Kies- und teils kalkhaltigen Anteilen. Sie sind gut durchlässig, erwärmen sich rasch und zwingen die Rebwurzeln in die Tiefe. Dadurch entstehen Weine mit klarer Herkunft, feiner Mineralität und ausgeprägtem Terroir-Charakter.